Ausschreibung zur Betrieblichen Gesundheitsförderung an Schulen

20.01.2017

Bewerbungsschluss: 20. März 2017

©PhotoSG/Fotolia.com
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Das Landesprogramm zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) an öffentlichen Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern 2017/2018  ist ein Unterstützungs-angebot des Instituts für Qualitäts-entwicklung (IQ M-V) für alle öffentlichen Schulen des Landes. Die erfolgreiche Nutzung setzt die aktive Mitwirkung aller Beschäftigten der Schule voraus. Es ermöglicht die gründliche Analyse der konkreten Anforderungsverhältnisse und – darauf aufbauend – die gemeinsame Verständigung über Maßnahmen, die der Gesundheitsförderung der Beschäftigten am Arbeitsplatz zugutekommen können. Dabei sollte es sich in der Regel um Interventionen handeln, die sowohl auf die Gestaltung der Arbeitsbedingungen (Verhältnisprävention) als auch auf die Stärkung der persönlichen Ressourcen (Verhaltensprävention) ausgerichtet sind. Erstere sind vor allem durch die Schule selbst zu realisieren. Letztere erfordern in der Regel eine externe Unterstützung.
Bei der Umsetzung der Maßnahmen kann sich die teilnehmende Schule auf ein Netzwerk stützen, zu dem Berater für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), Moderatoren, Beratungslehrer für Gesundheitsförderung und Prävention in den Staatli-chen Schulämtern, das IQ M-V, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und der Arbeitsmedizinische Dienst gehören. Auch nach Ablauf des Programmjahres kann dieses Unterstützersystem weiterhin in Anspruch genommen werden.

Programminhalt:

Ist-Stand-Analyse: Um eine solide Ausgangsbasis für präventive Maßnahmen für die Schule zu schaffen, wird eine differenzierte Analyse der Beanspruchungsverhältnisse am Arbeitsplatz mittels des Instruments IEGL (Inventar zur Erfassung von Gesundheitsressourcen im Lehrerberuf) durchgeführt. Die Analyse erfolgt in Form einer anonymen Online-Befragung zur Datenerhebung. Sie soll sowohl be-lastende Arbeitsbedingungen als auch vorhandene Ressourcen für die Gesundheitsförderung erfassen. Die Erläuterung und Umsetzung der Ergebnisse wird durch dafür ausgebildete Moderatoren begleitet.

Maßnahmenfindung und -durchführung: Auf der Grundlage der Ist-Stand-Analyse sollen, begleitet von Moderatoren, im Kollegium geeignete Schlussfolgerungen für individuelle und schulische gesundheitsfördernde Maßnahmen abgeleitet werden. Die Schule wählt diese eigenständig aus und kann dabei auf die Unterstützung der Moderatoren zurückgreifen. In Frage kommen durch die Leitung und das Kollegium selbst zu realisierende arbeitsorganisatorische und arbeitsgestalterische Maßnahmen, darüber hinaus auch Trainings und Fortbildungen zur Verhaltensprävention (z. B. Teamentwicklung, Arbeitsklima, Kommunikations-, Konflikt- und Stressmanagement, Maßnahmen zur Förderung von Bewegung und Entspan-nung) und schließlich auch die individuelle Beratung (z. B. psychologische Einzelberatung durch Schulpsychologen oder auch Coaching der Schulleitungen).

Der Schule werden hierfür finanzielle Mittel aus dem Haushalt des Landes bereitgestellt. Die Höhe richtet sich nach der Anzahl der im Programmjahr teilnehmenden Schulen und Beschäftigten und wird ca. 3 000 - 5 000 betragen.

Die Schule wird während der gesamten Programmteilnahme u.a. von der Beraterin für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) im Regionalbereich des Instituts für Qualitätsentwicklung M-V betreut und begleitet.

Schulleiterfortbildung: Zentrale Fortbildungen für Schulleiterinnen und Schulleiter zur Kompetenzstärkung (z. B. gesund Führen und Leiten, eigene Balance finden, Reflexion des eigenen Führungsverhaltens, Selbst- und Beziehungskompetenz); Fortbildungstermine voraussichtlich (5 Tage im Schuljahr): 08.11.17, 13.12.17, 17.01.18, 14.03.18, 18.04.18

Zielgruppe:
öffentliche Schulen, die einen Schwerpunkt auf die Gesundheitsförderung ihrer Beschäftigten legen wollen
In jedem Schuljahr können bis zu 28 öffentliche Schulen aller Schularten teilneh-men (max. 7 je Schulamtsbereich).

Zeitraum:
Schuljahr 2017/2018

Teilnahmebedingungen:
1) gründliche Information der Beschäftigten durch die Schulleiterin/ den Schulleiter über das Vorhaben; Schaffung der motivationalen Voraussetzungen für die Programmteilnahme im Kollegium (Analyse mittels IEGL und die Ableitung der Schlussfolgerungen, Sicherung der Akzeptanz seitens der Beschäftigten)
2) Beschluss der Lehrerkonferenz zur Teilnahme
3) Bildung einer Steuergruppe “Betriebliche Gesundheitsförderung“, um eine nach-haltige Verankerung der Gesundheitsförderung in der Schulkultur zu erreichen
4) Benennung einer verantwortlichen Lehrkraft zur Unterstützung/ Entlastung der Schulleitung bei der Umsetzung des Programms

Bewerbungsverfahren:

Folgende Bewerbungsunterlagen:
o Name der Schule,
o Dienststellennummer,
o Email-Adresse,
o Anschrift,
o Telefonnummer,
o Schulleiterin/ Schulleiter,
o Schulamt,
o Kopie vom Beschluss der Lehrerkonferenz,
o Benennung einer verantwortlichen Lehrkraft,
o Anzahl der Beschäftigten (Lehrkräfte und PmsA, PzBuP, Referendare)
   sind bis 20.03.2017 per Email an Frau Dagmar Schultz unter d.schultz@iq.bm.mv-regierung.de zu senden.

Die Auswahl der teilnehmenden Schulen erfolgt unter Mitbestimmung des Lehrerhauptpersonalrates, der Hauptschwerbehindertenvertretung und der Gleichstellungs-beauftragten der öffentlichen Schulen.

AusschreibungLehrergesundheit in MVWeitere Informationen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) an Schulen in MVDenkanstöße! von "ichundmeineschule.eu"

Dagmar Schultz
Institut für Qualitätsentwicklung M-V

Tel.:       0385 588-78190
E-Mail: d.schultz@iq.bm.mv-regierung.de