Schuljahr 2017/2018: 5 neue Ganztagsschulen in MV

22.05.2017
©Serviceagentur ""Ganztägig lernen" Mecklenburg-Vorpommern
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„Ganztägiges Lernen betrachte ich als große Chance“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Ganztagsschulen bzw. volle Halbtagsgrundschulen können Bildungs- und Freizeitangebote flexibler gestalten und machen neue Lernformen möglich. Insbesondere für Schülerinnen und Schüler auf dem Land halte ich das ganztägige Lernen für wichtig, weil Kinder und Jugendliche nachmittags nicht alleine zu Hause sitzen, sondern ihre Zeit mit Gleichaltrigen verbringen können“, so Hesse.

Überblick über die fünf Schulen mit veränderter Organisationsform:

  • Regionale Schule mit Grundschule Garz: Errichtung einer vollen Halbtagsgrundschule an der Grundschule
  • Sonderpädagogisches Förderzentrum Grimmen – Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen: Errichtung einer gebundenen Ganztagsschule
  • Kooperative Gesamtschule Barth: Änderung der Organisationsform von der offenen zur teilweise gebundenen Ganztagsschule
  • Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg: Änderung der Organisationsform von der offenen zur gebundenen Ganztagsschule
  • Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium Neubrandenburg: Errichtung einer teilweise gebundenen Ganztagsschule

„Eine große Bereicherung für das ganztägige Lernen ist die Kooperation mit Einrichtungen und Vereinen in den Bereichen Kultur und Sport, Jugendhilfe und Umweltbildung“, betonte Bildungsministerin Hesse. „Wir müssen dafür werben, dass noch mehr außerschulische Partner mit unseren Schulen zusammenarbeiten. Neben dem qualitativen Ausbau von Ganztagsschulen will die Landesregierung in dieser Legislaturperiode bis zu 10.000 weitere Ganztagsplätze für Schülerinnen und Schüler schaffen“, erklärte Hesse.

Im Schuljahr 2016/2017 nehmen von den 117.903 Schülerinnen und Schülern des Primar- und Sekundarbereichs I insgesamt 71.102 Schülerinnen und Schüler an ganztägigen Angeboten teil. Dies entspricht einer Quote von 60,3 Prozent. Das ist jeder zweite Schüler im Primar- und Sekundarbereich I. Gegenüber dem Schuljahr 2014/2015 ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die an ganztägigen Angeboten teilnehmen, um 6.185 gestiegen.

Von den 267 öffentlichen Grundschulen im Land (einschließlich der Grundschulen, die organisatorisch mit anderen Schulen verbunden sind – z. B. Regionale Schulen mit Grundschulen, Kooperative Gesamtschulen mit Grundschulen, Integrierte Gesamtschulen mit Grundschulen) finden an 146 Schulen unterrichtsergänzende Angebote im Bereich der vollen Halbtagsgrundschulen statt. Dies entspricht 54,7 Prozent dieser Schulen.

An 188 von 252 öffentlichen allgemein bildenden Schulen, an denen Schüler des Sekundarbereiches I beschult werden, finden unterrichtsergänzende Angebote im Bereich der Ganztagsschulen statt. Das sind 74,6 Prozent dieser Schulen. Das Land stellt im laufenden Schuljahr 26 Mio. Euro für die öffentlichen Ganztagsschulen bzw. vollen Halbtagsgrundschulen bereit.

(Pressemitteilung des Bildungsministeriums)

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