Fremdsprachenassistenz - Austausch

fotolia
fotolia

Fremdsprachenassistentinnen und-assistenten sind Studierende eines Lehramtes für moderne Sprachen oder eines anderen Fachs, die zu ihrer eigenen Fortbildung ins Ausland gehen, um so ihre Kenntnisse über Sprache und Kultur des Gastlandes zu vertiefen. Sie erhalten einen Einblick in das dortige Bildungswesen und seine Unterrichtsmedthoden.
Gleichzeitig  vermitteln sie ihre Muttersprache und landeskundliche Kenntnisse. Damit unterstützen sie die einheimischen Lehrer/innen im Unterricht und fördern vor allem die Sprechfertigkeit der Schüler/innen. Sie tragen dazu bei, das Interesse an der jeweiligen Sprache zu stärken.

Ausländische Fremdsprachenassistenten an deutschen Schulen

Welchen Vorteil haben Schulen von dem Einsatz einer ausländischen Fremdsprachenassistentin  bzw. eines Fremdsprachenassistenten?

Fremdsprachenassistentinnen und -assistenten werden in der Regel im Land der Sprache eingesetzt, die sie studieren. Sie assistieren der deutschen Lehrerin oder dem Lehrer im Fremdsprachenunterricht im Umfang von 12 – 15 Stunden pro Woche. Die Aufgaben der Assistentinnen/Assistenten sind vielseitig. Sie führen Übungen zur Sprache und Landeskunde durch, übern mit Schülerinnen und Schülern Rollenspiele ein, simulieren mündliche Prüfungssituationen, üben Konversation in Kleingruppen oder stellen Übungs- und Anschauungsmaterial zusammen. Den Studierenden können bestimmte Unterrichtsabschnitte auch selbständig überlassen werden, insbesondere solche, die der Förderung der Sprechfertigkeit dienen. Darüber hinaus sind extracurriculare Aktivitäten wie Theater-AG, Lesezirkel, Sprechstunde, Deutsch-Club möglich. Die deutsche Lehrkraft behält grundsätzlich die Verantwortung für den Fachunterricht.

Welche Voraussetzungen für die Arbeit an der Schule bringen die Fremdsprachenassistentinnen und –assistenten mit?

Es handelt sich um Studierende im Alter von 20 – 30 Jahren, die das Grundstudium (zwei Jahre) absolviert haben. Assistentinnen und Assistenten aus den USA haben ihr Studium abgeschlossen. Sie haben in der Regel keine Unterrichtserfahrung

Welche Unterstützung leistet eine Schule, die eine Fremdsprachenassistentin/einen Fremdsprachenassistenten aufnehmen möchte?

Die Schule benennt eine Tutorin/einen Tutor für die Betreuung. Sie/er sollte Lehrerin/Lehrer für die Sprache sein, die die Assistentin/der Assistent vertritt. Zu den Aufgaben der Betreuerin/des Betreuers gehören: Kontaktaufnahme undBeratung vor Beginn der Tätigkeit der angehenden Fremdsprachenassistentinnen/-assistenten, Unterstützung bei den Behördengängen, Herstellen von Kontakten zum sozialen Schulumfeld, Ansprechpartnerin/Ansprechpartner im Bedarfsfall, Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, alle Angelegenheiten, den Unterrichtseinsatz betreffend.   
Die Schule/Schulleitung gewährt Unterstützung bei der Findung von geeignetem Wohnraum und kommuniziert die Rolle der Assistentin/des Assistenten gegenüber dem Kollegium.

Welche Kosten kommen auf die Schule zu?

Auf die Schulen kommen keine Kosten zu. Die Fremdsprachenassistentinnen und -assistenten erhalten ein Stipendium aus öffentlichen Mitteln. Davon finanzieren sie Wohnung und Lebensunterhalt. Sie werden durch die obere Schulbehörde zudem kranken-, unfall- und haftpflichtversichert. Die Schule prüft die Möglichkeit, die Tutorin/den Tutor von zusätzlichen  Unterrichtsbelastungen (Vertretung) zu entlasten.

Aus welchen Ländern kommen die Fremdsprachenassistentinnen und Fremdsprachenassistenten?

An deutschen Schulen sind Fremdsprachenassistentinnen und –assistenten aus dem Vereinigten Königreich, Irland, Frankreich, Spanien, Italien, Kanada, Australien, Neuseeland und Russland tätig, in Mecklenburg-Vorpommern zudem aus Polen.

Wie lange sind die Fremdsprachenassistentinnen und Fremdsprachenassistenten an den deutschen Schulen?

Die Dauer des Aufenthaltes liegt zwischen sechs Monaten und einem Schuljahr. Die Zeiten sind i. d. R. festgelegt. In Einzelfällen kann die Dauer individuell festgelegt werden.

Wie bewirbt sich eine Schule um die Vermittlung eines ausländischen Fremdsprachenassistenten?

Die Bewerbung erfolgt online auf diesem Bewerbungsbogen für das Programm deutscher Fremdsprachenassistenzkräfte im Ausland. Das Bewerbungsportal ist  bis zum 1. Dezember 2017 (für die USA bis 1. November 2017) geöffnet. Spätestens bis zum 5. Dezember 2017 (bzw. 5.November 2017) ist eine Papierversion einzureichen an:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Institut für Qualitätsentwicklung M-V
Ref. IQ 2, Doris Lipowski
Schmiedestraße 8
19053 Schwerin"

Informationen zur Bewerbung und Merkblatt zum Bewerbungsverfahren
Bewerbungsbogen für eine Assistenzzeit im Ausland
Antrag auf Zuweisung einer Fremdsprachenassistenz

Deutsche Fremdsprachenassisten an ausländischen Schulen

Zum Einsatz
Ausländische Erziehungsbehörden bieten künftigen Lehrkräften moderner Fremdsprachen die Möglichkeit zu einem 6 bis 11-monatigen praxisbezogenen Auslandsaufenthalt.
Fremdsprachenassistentinnen/Asstistenten werden mit 12-16 Wochenstunden im Unterrichtsfach "Deutsch als Fremdsprache" eingesetzt. Auf diese Weise können sie ihre Kenntnisse der Sprache und Kultur des Gastlandes erweitern und vertiefen sowie einen guten Einblick in das ausländische Erziehungswesen und seine Unterrichtsmethoden gewinnen. Sie agieren neben der Fachlehrkraft und können durch eigene Ideen den Unterricht beleben, die Schüler motivieren und deren Interesse für die Fremdsprache wecken bzw. verstärken. Für die ausländischen Schüler sind sie sprachliches Vorbild und können ihnen ein authentisches Deutschlandbild vermitteln.

Einsatzländer sind
Belgien, Frankreich, Irland, Italien, Schweiz, Spanien, Vereinigtes Königreich, Australien, China, Kanada, Mexiko, USA

Bewerbungsvorausetzungen
Angesprochen sind vor allem an Lehramtsstudierende der fremdsprachlichen Fächer Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Chinesisch und Polnisch.
Je nach Zielland können sich auch Studierende der klassischen Magisterstudiengänge und Lehramtsstudierende anderer Fächerverbindungen bewerben.
Weitere informationen über die Bewerbungsvoraussetzungen erhalten Sie beim Pädagogischen Austauschdienst PAD.

Unterhaltszuschuss
Die Fremdsprachenassistenten erhalten einen monatlichen Unterhaltszuschuss von den zuständigen Behörden im Gastland, der die notwendigen Lebenshaltungskosten deckt. Weitere Informationen zum Programm und zu den Bewerbungsvoraussetzungen entnehmen Sie bitte der Programmausschreibung des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD).
 
Bewerbung:
Die Bewerbung erfolgt online unter https://online-dev.kmk-pad.org/fsa/fsa.php. Das Bewerbungsportal ist ab Mitte August bis zum 1. Dezember 2017 (für die USA bis
1. November 2017) geöffnet.
Vor dem Ausfüllen sollten Bewerber unbedingt das Merkblatt zum Bewerbungsverfahren im Austauschjahr 2018/19 lesen.
Zeitgleich, spätestens bis zum 5. Dezember 2017 (5. November 2017), ist eine Papierversion einzureichen an

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Institut für Qualitätsentwicklung
Ref. IQ 2, Doris Lipowski
Schmiedestraße 8
19053 Schwerin

Pädagogischer Austauschdienst mit allen Informationen zur Fremdsprachenassistenz

Doris Lipowski

Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern

Te.: 0385 588 7702

E-Mail: d.lipowski@iq.bm.mv-regierung.de