FAQ - Fragen und Antworten

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Was sind Profilschulen?

Profilschulen sind ein spezielles Angebot für besonders leistungsstarke und engagierte Schülerinnen und Schüler. Im Schuljahr 2017/ 2018 gehen 14 Profilschulen in Mecklenburg-Vorpommern an den Start. Es sind Gymnasien bzw. Gesamtschulen, die sich profilieren mit den Schwerpunkten:
- Humanistische Bildung/Alte Sprachen,
- Niederdeutsch und
- Mathematik/Naturwissenschaften (MINT)
Die ausgewählten Gymnasien und Gesamtschulen erhalten für die Umsetzung insgesamt 35 Lehrerstellen für Begabtenförderung. Außerdem stellt das Land ein Budget für Sachkosten zur Verfügung.
Weitere Informationen und teilnehmende Schulen

 

 

Welche Möglichkeiten gibt es, den Schulabschluss der Berufsreife zu erlangen?

Der direkte Weg zum ersten Schulabschluss "Berufsreife" kann nach 9 Schuljahren an der Regionalen Schule erreicht werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit, das Produktive Lernen zu nutzen. Hier erhalten die Schülerinnen und Schüler, denen das abstrakte Lernen schwer fällt, einen betont berufspraktischen Unterricht, der ihnen das Erlangen der Berufsreife erleichtert. Eine zweite Chance kann mit 9+ genutzt werden. In diesem Programm können Schülerinnen und Schüler, die die Berufsreife nicht erreicht haben, an ausgewählten Schulen in einem weiteren Schuljahr mit hohem Praxisanteil die Berufsreife erwerben. Eine dritte Möglichkeit auf dem Weg zur Berufsreife ist das Freiwillige 10. Schuljahr - ein Angebot für lernbeeinträchtigte und leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler, die im 10. Schuljahr die Berufsreife ablegen können. 
Weitere Informationen

Was ist "Produktives Lernen"?

Das Produktive Lernen ist ein spezielles Bildungsangebot für Schüler/innen der 8., 9. und 10. Klasse, denen das abstrakte Lernen schwer fällt und die deshalb Gefahr laufen, keinen Schulabschluss zu schaffen. Für sie wurden spezielle Unterrichtsmethoden mit einem sehr hohen Praxisanteil entwickelt. Z.B. lernen diese Schüler/innen in Lernwerkstätten in ihren Schulen und an Praxisplätzen in Betrieben und Einrichtungen. Es gibt im ganzen Land 27 Schulen mit dieser besonderen Praxisorientierung. Lehrkräfte erhalten für das Produktive Lernen eine spezielle Ausbildung. Das Produktive Lernen ist sehr erfolgreich. Die meisten Jugendlichen, die daran teilnehmen, schaffen mit diesem Angebot ihren Schulabschluss.
Weitere Informationen und die Karte mit den Standorten des Produktiven Lernens in MV

Welche Funktion hat der Landesschulbeirat?

Der Landesschulbeirat berät die oberste Schulbehörde, also das Bildungsministerium bei allen Angelegenheiten von grundlegender Bedeutung für die Schule. Er wird jeweils für die Dauer von zwei Jahren durch die Bildungsministerin des Landes berufen. Ihm gehören Vertreterinnen und Vertreter der Lehrerinnen und Lehrer, Erziehungsberechtigten, Schülerinnen und Schüler, der Universitäten und Fachhochschulen, der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern, des Landesausschusses für Berufsbildung, des Landesjugendringes, der kommunalen Spitzenverbände, der Kirchen, der Schulen in freier Trägerschaft sowie der Organisationen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände an.
Am 27. Februar 2017 wurde der Vorstand des Landesschulbeirates neu gewählt. Thomas Weßler, Stifungsdirektor der Bernostifung, wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt. Als seine Stellvertreter werden ihn Jörg Seifert vom Philologenverband Mecklenburg-Vorpommern und Peter Todt von der Industrie- und Handelskammer Schwerin unterstützen, wobei auch Jörg Seifert wiederholt das Vertrauen der Mitglieder des Landesschulbeirats erhielt.

Wie lang ist eine Unterrichtsstunde?

Eine Unterrichtsstunde umfasst in der Regel 45 Minuten. Abweichungen sind zulässig, wenn die in der Stundentafel für jede Jahrgangsstufe festgelegte Gesamtstundenzahl sowie die für einzelne Fächer oder Gegenstandsbereiche festgelegten Stundenzahlen nicht unterschritten werden. Abweichungen dienen insbesondere der Epochalisierung des Unterrichts, der altersgemäßen Rhythmisierung des Unterrichts, der flexiblen Handhabung von  projektorientierten Unterrichtsformen sowie fächerverbindenden oder fächerübergreifenden Unterrichtsvorhaben. Ebenso kann unter den genannten Bedingungen zum Zwecke der Öffnung der Schule (§ 40 des Schulgesetzes) vom 45-Minuten-Rhythmus abgewichen werden (z. B. Studienvormittag).

Wann ist Unterrichtsbeginn?

Der Unterricht beginnt regelmäßig im Zeitraum zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr. Einen früheren Unterrichtsbeginn kann das zuständige Schulamt aus wichtigem Grund in Ausnahmefällen und im Einvernehmen mit den Schulträgern und dem Träger der Schülerbeförderung genehmigen. Es ist dabei sicherzustellen, dass die Schüler/innen, insbesondere Grundschüler/innen, durch einen zu frühen Unterrichtsbeginn nicht überfordert werden. Dabei sind die von den Schüler/innen vor dem Unterrichtsbeginn zurückzulegenden Schulwegzeiten zu berücksichtigen. Die Schulkonferenz kann, auch auf Anregung einzelner Erziehungsberechtigter, für die Winterzeit (Dezember bis Februar) einen späteren Unterrichtsbeginn beschließen. Der Beschluss bedarf der Herstellung des Einvernehmens mit dem Schulträger, dem Träger der Schülerbeförderung und den Trägern benachbarter Schulen, die von einer Änderung der Schülerbeförderung betroffen sein können.

Wann sind Pausenzeiten?

Die Grundsätze zur Regelung der Pausenzeiten werden von der Lehrerkonferenz beschlossen. Dabei ist zu beachten, dass grundsätzlich zwischen allen Unterrichtsstunden angemessene Pausen von in der Regel 10 Minuten und im Vormittagsverlauf zwei Hofpausen von mindestens 20 Minuten Dauer liegen müssen. Die Gesamtpausenzeit darf um bis zu 15 Minuten verkürzt werden, wenn dadurch kürzere Schulweg- oder Wartezeiten für die Schüler/innen erreicht werden können. Vor Beginn der siebten Unterrichtsstunde ist eine angemessene Pause für das Mittagessen zu gewährleisten. Wenn aus dringenden fachlichen Erfordernissen keine Pause zwischen Doppelstunden möglich ist, ist die nachfolgende Pause um die entsprechende Zeit zu verlängern. Die Aufsichtsverantwortung der Schule bleibt dadurch unberührt.

Wie sind die täglichen Unterrichtszeiten geregelt?

Für die Grundschule gilt:
Die tägliche Unterrichtszeit in der Grundschule ist gleichmäßig auf die Wochentage zu verteilen, sodass sie in der Jahrgangsstufe 1 nicht mehr als 4 und bis zur Jahrgangsstufe vier nicht mehr als 5 Unterrichtsstunden beträgt, soweit die Stundentafel der betreffenden Jahrgangsstufe dieses auch unter Berücksichtigung des Förderunterrichtes zulässt. Geplante Freistunden und Nachmittagsunterricht sind in der Primarstufe grundsätzlich nicht zulässig. Im Hinblick auf die Stundenverteilung soll darauf geachtet werden, dass die Schüler durch die gleichzeitige Mitnahme von Schultaschen, Sportzeug und Materialien für den Kunst- oder Werkunterricht nicht über Gebühr belastet werden. Die Unterrichtsstunden der genannten Fächer sind daher möglichst auf verschiedene Wochentage zu verteilen.

Für die weiterführenden Schulen gilt:
Im Sekundarbereich I ist eine gleichmäßige Verteilung der Schülerstunden auf die Wochentage vorzunehmen. Unterricht über die sechste Stunde hinaus darf nur in dem durch die Stundentafel zwingend vorgegebenen Rahmen, nicht aber über 16.30 Uhr hinaus, stattfinden. Ausnahmen aus zwingenden pädagogischen Gründen können von der unteren Schulaufsichtsbehörde genehmigt werden. Geplante Freistunden für Schüler setzen die vorherige Ausnutzung aller vorhandenen Kapazitäten in räumlicher und personeller Hinsicht voraus.

Wie ist der Schulbetrieb bei besonderen Witterungsbedingungen oder besonderen Ereignissen geregelt?

Bei extremen Witterungsbedingungen wie z. B. Glatteis, Schneeverwehungen, Sturm oder Hochwasser entscheiden grundsätzlich die Erziehungsberechtigten in eigener Verantwortung, ob ihrem Kind - auch in Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten - der Schulweg zuzumuten ist. Die Schulen bieten im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten planmäßigen Unterricht an. Sind nur wenige Schüler/innen zum Unterricht erschienen, wird von der Schulleitung ein klassen- oder jahrgangsstufenübergreifender Unterricht organisiert.

Besteht die Gefahr, dass durch extreme Witterungsbedingungen die Schüler die Schule nicht mehr erreichen oder nach dem Unterricht nicht mehr verlassen können, weil die Schülerbeförderung nicht mehr durchführbar ist oder weil der Schulweg eine unzumutbare Gefährdung darstellen würde, trifft die örtlich zuständige untere Schulaufsichtsbehörde die Entscheidung darüber, ob der Unterricht für einen oder mehrere Tage ausfallen muss. Bei Gefahr im Verzuge obliegt die Entscheidung über ein früheres Unterrichtsende dem Schulleiter/der Schulleiterin.

Zur Sicherstellung der Entscheidung des Schulamtes ist wie folgt zu verfahren:

  • In den Landkreisen und kreisfreien Städten findet eine Abstimmung zwischen der Kreis- oder Stadtverwaltung und dem Staatlichen Schulamt statt. Die Einsatzleitung des öffentlichen Personennahverkehrs stellt aufgrund der dort vorhandenen und eingehenden Meldungen fest, ob im Verlaufe der nächsten Stunden mit einer Lage zu rechnen ist, die die Durchführung der Schülerbeförderung oder des Linienverkehrs nicht mehr verantwortbar erscheinen lässt. Tritt dieser Fall ein, wendet sich die Einsatzleitung des öffentlichen Personennahverkehrs an die Leitstelle des Landkreises beziehungsweise der kreisfreien Stadt. Die Entscheidung über die Feststellung einer solchen Lage wird dort getroffen.
  • Die Leitstelle des Landkreises informiert das regional zuständige Staatliche Schulamt, dessen Erreichbarkeit gewährleistet sein muss. Dieses entscheidet aufgrund der ihm vorliegenden Informationen, ob und ggf. in welchen Gebieten der Unterricht für die Schüler ausfällt. Diese Entscheidung wird von ihm unverzüglich der Leitstelle des Landkreises übermittelt. Das Staatliche Schulamt stellt sicher, dass die betroffenen Schüler und Erziehungsberechtigten möglichst früh über Radiodurchsagen der für das Land zuständigen regionalen Sender über den Unterrichtsausfall informiert werden.

Die Lehrkräfte sind grundsätzlich verpflichtet, zum Dienst zu erscheinen, solange andere Berufstätige unter vergleichbaren Verhältnissen zu ihrem Arbeitsplatz kommen können. Auch wenn nur ein geringer Teil der Schüler/innen anwesend ist, muss Unterricht - ggf. klassen- oder jahrgangsübergreifend - erteilt werden.

Bei außergewöhnlichen Ereignissen (beispielsweise Brand, Wasser-oder Gashavarien, durch Chemikalien ausgelöste Dämpfe oder ähnliches) hat der Schulleitung nach pflichtgemäßem Ermessen zu entscheiden, ab wann und für welchen Zeitraum der Unterricht beendet wird. Die
untere Schulaufsichtsbehörde ist von ihm in Kenntnis zu setzen.

Wann gilt Hitzefrei?

Wird der Unterricht in den Schulräumen durch hohe Temperaturen beeinträchtigt, und ist dadurch ein konzentriertes Arbeiten der Schüler/innen nur noch sehr eingeschränkt möglich, prüft der Schulleiter/die Schulleiterin zunächst, ob mit den Schülerinnen und Schülern andere Orte auf dem Schulgelände oder auch außerhalb aufgesucht werden können, um dort unterrichtliche Aktivitäten durchzuführen, die den äußeren Bedingungen angemessen sind. Wenn die Temperatur in den Schulräumen - auch unter Berücksichtigung einer eventuell hohen Luftfeuchtigkeit - für die Schüler/innen nicht mehr zumutbar erscheint, kann die planmäßige Unterrichtszeit durch die Verkürzung der einzelnen Unterrichtsstunden verringert werden. Damit wird besonders bei längeren Hitzeperioden sichergestellt, dass die Verkürzung des Unterrichtstages nicht einseitig zu Lasten einzelner Fächer geht. Der Unterricht sollte zu einer Zeit beendet werden, die dem Schluss der dritten oder vierten Unterrichtsstunde entspricht. Ist eine Verkürzung der Unterrichtszeit auf diese Art und Weise im Einzelfall nicht organisierbar, kann nach der dritten Unterrichtsstunde der planmäßige Unterricht vorzeitig beendet werden.

An Schulen mit Sekundarbereich II nimmt dieser an der Verkürzung der Unterrichtsstunden teil, soweit nur dadurch sichergestellt werden kann, dass auch im Sekundarbereich I alle Fächer gleichmäßig unterrichtet werden. Nach dem Unterrichtsende für den Sekundarbereich I und den Primarbereich werden darüber hinausgehende Unterrichtsstunden des Sekundarbereiches II planmäßig und unverkürzt weiter unterrichtet. Auf gesundheitliche Probleme und die verminderte Leistungsfähigkeit einzelner Schüler/innen, die durch die große Hitze hervorgerufen werden, ist unbedingt Rücksicht zu nehmen. Klassenlehrer/innen oder Schulleiter/innen können diese Schüler/innen im notwendigen Rahmen vom Unterricht frei gestellen oder ihnen andere Erleichterungen gewähren. Grundschüler/innen sowie Schüler/innen an Förderschulen sind nur mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten vor Ablauf der regulären Unterrichtszeit aus der Aufsicht der Schule zu entlassen.

Was tun, wenn eine Schülerin/ein Schüler nicht zum Unterricht erscheint?

Erscheint eine Schülerin/ein Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 nicht zum Unterricht und wird auch nicht durch die Erziehungsberechtigten vom Unterricht abgemeldet, bemüht sich die Schule, herauszufinden, ob die Schülerin/der Schüler den Schulweg angetreten hat. In diesem Falle sind die Erziehungsberechtigten in Kenntnis zu setzen, damit von ihnen geeignete Maßnahmen eingeleitet werden können.