Regionale Schule
Die Regionale Schule umfasst die Klassen 5 bis 10. Sie bereitet die Schülerinnen und Schüler auf eine Berufsausbildung vor. Gleichzeitig ermöglicht sie aber auch den Zugang zu weiterführenden Bildungsgängen.
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Bei entsprechenden schulischen Leistungen ist ein Wechsel an das Gymnasium ab der Klasse 7 jeweils zum Schuljahresende möglich. Die Regionale Schule bereitet auf das Wirtschafts- und Arbeitsleben vor und hilft unter anderem über die Berufsorientierung bei der anstehenden Berufswahl. Dazu dienen u.a. das Unterrichtsfach Arbeit-Wirtschaft-Technik/Informatik oder auch die Schülerbetriebspraktika, die in den Klassen 8 bis 10 an insgesamt 25 Arbeitstagen durchgeführt werden.
In den Klassen 5 und 6 werden alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam in der schulartunabhängigen Orientierungsstufe unterrichtet.
Wahlpflichtunterricht ab der Klasse 7 dient der Förderung der besonderen Interessen, Neigungen und Begabungen der Schülerinnen und Schüler. Gewählt werden kann zwischen der zweiten Fremdsprache und einem von der Schule angebotenen Kurs aus den Bereichen
- Arbeit-Wirtschaft-Technik und Informatik
- Naturwissenschaften
- Gesellschaftswissenschaften
- Künstlerisch-musisches Aufgabenfeld und Sport
Abschlüsse an Regionalen Schulen
Schulabschluss nach der Klasse 9
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Jahrgangsstufe 9 wird die Berufsreife erlangt. Schülerinnen und Schüler verlassen die Schule mit diesem Abschluss, wenn sie in allen Unterrichtsfächern mindestens ausreichende Leistungen erzielen. Mangelhafte Leistungen dürfen in höchstens zwei Fächern vorliegen und müssen ausgeglichen werden.
Übergang nach der Klasse 9
Schülerinnen und Schüler erwerben die Berechtigung zum Übergang in die Klasse 10, wenn sie durchgängig die erste Fremdsprache belegt haben und
- in den Fächern auf der Anspruchsebene der Berufsreife (B-Kurse) mindestens befriedigende Leistungen sowie in allen anderen Fächern mindestens ausreichende Leistungen erzielen. Höchstens eine ausreichende Leistung in einem B-Kurs oder eine mangelhafte Leistung in einem sonstigen Fach kann ausgeglichen werden oder
- in den Fächern auf der Anspruchsebene der Mittleren Reife (M-Kurse) sowie in allen anderen Fächern mindestens ausreichende Leistungen erzielen. Höchstens eine mangelhafte Leistung in M-Kursen oder sonstigen Fächern kann ausgeglichen werden.
Schulabschluss nach der Klasse 10
Am Ende der Klasse 10 legen die Schülerinnen und Schüler die Prüfung zur Mittleren Reife ab. Prüfungsteilnehmer erhalten die Mittlere Reife, wenn sie mindestens das Gesamtprädikat "bestanden" erreicht haben.
Übergänge nach der Klasse 10
Prüfungsteilnehmer, die mindestens das Gesamtprädikat "befriedigend" erreicht haben, sind berechtigt, in die dreijährige gymnasiale Oberstufe überzugehen. Die Mittlere Reife berechtigt ebenfalls zur Aufnahme an ein Fachgymnasium.
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Besser mit Abschluss
Ein erfolgreicher Schulabschluss erleichtert den Berufseinstieg und steigert die Karrierechancen. Das Ziel ist also klar: Bestmöglicher Schulabschluss.
Der Weg dorthin kann unterschiedlich sein. Für die meisten Schülerinnen und Schüler führt er über den Besuch der Regionalen Schule. Am Ende der Jahrgangsstufe 9 steht bei deren erfolgreichem Abschluss die Berufsreife. Und es gibt weitere Möglichkeiten, die Berufsreife zu erwerben.
Wege zur Berufsreife
Das Produktive Lernen: Berufspraxis inklusive
Für wen?
Das Produktive Lernen (PL) ist ein Bildungsangebot für Schülerinnen und Schüler an Regionalen Schulen und Gesamtschulen im 8., 9. und 10. Schuljahr.
Wo?
Es wird an 22 Schulen in ganz Mecklenburg-Vorpommern angeboten. Die Standorte sind in der Karte gelb dargestellt.
Wie funktioniert das Produktive Lernen?
An drei Tagen in der Woche lernen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler an selbst gewählten Praxisplätzen in Betrieben und Einrichtungen. Sie erhalten am Praxisplatz einen auf den jeweiligen Beruf zugeschnittenen praxisnahen Unterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Während des betrieblichen Lernens steht ihnen neben der Lehrkraft ein Mitarbeiter des Praktikumsbetriebes als Mentor zur Seite. Schule und Unternehmen arbeiten also Hand in Hand und sind im zu vermittelnden Lehrstoff aufeinander abgestimmt. An den übrigen zwei Tagen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Schule auf der Basis ihrer Praxiserfahrungen. Jeder Teilnehmer erhält eine Stunde Individuelle Bildungsberatung wöchentlich.
Berufsreife Dual
Für wen?
Berufsreife dual ist ebenfalls ein Bildungsangebot für Schülerinnen und Schüler an Regionalen Schulen und Gesamtschulen im 8., 9. und 10. Schuljahr.
Wo?
An elf Pilotschulen in Mecklenburg-Vorpommern gibt es dieses Angebot. Die Standorte sind in der Karte orange dargestellt.
Wie funktioniert Berufsreife dual?
Es handelt sich um ein Pilotprojekt als Weiterentwicklung des Produktiven Lernens. Auch hier ist praktisches Lernen Bestandteil des Bildungsangebotes, jedoch in etwas reduzierter Form:
An zwei Tagen in der Woche lernen die Schülerinnen und Schüler an selbst gewählten Praxisplätzen in Betrieben und Einrichtungen. Praxisnaher Unterricht findet dort in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch statt. An den übrigen drei Tagen in der Woche findet das Lernen in der Schule auf der Basis der Praxiserfahrungen statt. Jede Schülerin und jeder Schüler erhält eine individuelle Bildungsberatung. Neben den Lehrkräften unterstützt zusätzlich eine pädagogische Fachkraft die Teilnehmenden bei diesem Bildungsangebot.
Das Freiwillige 10. Schuljahr: Mehr Zeit zum Lernen
Für wen?
Schülerinnen und Schüler können an Regionalen Schulen sowie Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen durch das Freiwillige 10. Schuljahr ebenfalls die Berufsreife erwerben. Das Angebot bietet ein Schuljahr mehr Zeit, um diesen ersten Schulabschluss zu erreichen.
Aufnahmebedingung:
- Empfehlung der Klassenkonferenz
- Leistungen in Deutsch, Mathematik, Biologie, Chemie und Physik müssen erfolgreichen Abschluss der Berufsreife erwarten lassen
Wo?
Landesweit wird das freiwillige 10. Schuljahr derzeit an 27 Schulstandorten angeboten. Diese sind in der Karte grün dargestellt.
Wie funktioniert das Freiwillige 10. Schuljahr?
Es gelten die Stundentafel und die Rahmenpläne der Regionalen Schule für den Abschluss Berufsreife. Die Leistungsbewertung erfolgt auf dieser Grundlage. Für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf Lernen werden diese Aspekte im Unterricht berücksichtigt. Nach erfolgreichem Abschluss des Freiwilligen 10. Schuljahres können sich die Schülerinnen und Schüler mit der Berufsreife auf einen Ausbildungsplatz bewerben.
Kontakt
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Sicher und Stark
Kinder vor Gewalt und Missbrauch zu schützen ist das gemeinsame Ziel. Das Sicher-Stark-Team gibt Familien und Lehrkräften Ratschläge, Materialien und Tipps, die Kinder sicher und stark machen.