Ausbildung
Schulabgängerinnen und Schulabgänger haben in Mecklenburg-Vorpommern gute Chancen beim Berufseinstieg. Handwerk, Industrie, das Dienstleistungsgewerbe und andere Branchen stellen viele Ausbildungsplätze bereit. Der demografische Wandel macht sich auf dem Ausbildungsmarkt bemerkbar. Ende der 1990er Jahre absolvierten noch etwa 70.000 junge Menschen in Mecklenburg-Vorpommern eine Ausbildung, 2023 sind es 35.800 Auszubildende. Während die Ausbildung in den Sozial-, Pflege- und Gesundheitsfachberufen in den beruflichen Schulen erfolgt, findet die duale Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule statt.
Duale Ausbildung - Vollzeitschulische Ausbildung
Wo liegen die Unterschiede?
Duale Ausbildung | Vollzeitschulische Ausbildung |
„Dual“ bedeutet, dass, der/die Auszubildende an zwei Orten lernt: im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Der Unterricht in der Schule findet entweder blockweise oder an festgelegten Tagen statt. | Hier lernt der/ die Auszubildende ausschließlich in der Berufsschule. Der Unterricht wird jedoch von zahlreichen Praktika flankiert. |
Welcher Schulabschluss vorausgesetzt wird, erfährt der Bewerber/ die Bewerberin vom Ausbildungsbetrieb. | In der Regel wird hierfür ein Real- oder mittlerer Schulabschluss benötigt. |
Von Anfang an gibt es hier ein Gehalt vom Ausbildungsbetrieb. | Ein Gehalt gibt es nicht. Einige Berufsschulen verlangen Schulgeld. |
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Vorgestellt: Zwei junge Männer, die eine duale Ausbildung absolvieren
„Tag für Tag neue Herausforderungen“
Patrick Postma absolviert eine duale Ausbildung als Landwirt
Früh aufzustehen ist für den 18-jährigen Patrick Postma Alltag. Spätestens um 7 Uhr treffen er und seine Kolleginnen und Kollegen sich auf dem landwirtschaftlichen Betrieb Hof Karp, um zu besprechen, was am Tag anliegt: Acker-, Werkstatt- oder Stallarbeiten.
Der 18-Jährige ist angehender Landwirt und lernt auf dem Familienbetrieb in Kraak in der Nähe von Ludwigslust. Die Ausbildung wurde dem jungen Mann förmlich in die Wiege gelegt. Er ist auf einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb aufgewachsen und die Arbeit mit Tieren und Maschinen faszinierte ihn schon immer. „Da war für mich früh klar, dass ich die Ausbildung als Landwirt machen möchte.“ Patrick Postma ist viel an der frischen Luft - auf dem Feld oder bei den Kühen im Stall. Langeweile kennt er nicht: Die Tiere müssen gefüttert und gepflegt, ihre Gesundheit überwacht werden. Auch auf dem Feld warten ständig neue Herausforderungen auf ihn: Weizen, Gerste, Ackergras oder auch Mais müssen ausgesät, gedüngt, geschützt und geerntet werden. Dafür kommen große, moderne Maschinen zum Einsatz. Diese optimal einzusetzen, bedeutet viel Verantwortung für Patrick Postma.
Nach seiner Ausbildung möchte sich der Mecklenburger als Agrarbetriebswirt weiterbilden und so viele Erfahren wie möglich sammeln. Mit einem ganz konkreten Ziel vor Augen: Einen eigenen landwirtschaftlichen Betrieb aufbauen und führen.
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„Zeit in der Natur verbringen“
Luca Lobzin absolviert eine duale Ausbildung als Wasserbauer
Raus bei Wind und Wetter - das muss Luca Lobzin aus Parchim. Der junge Mann erlernt aktuell im ersten Lehrjahr die Ausbildung als Wasserbauer in der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Lange überlegen, was er nach seinem Schulabschluss machen will, musste der Mecklenburger nicht.
Schon während eines Praktikums in der Kleinstadt Parchim, die Außenbezirk des Wasserstraßen- und Schiffahrtsamtes Elbe ist, war ihm klar: Ich will Wasserbauer werden. Während seiner Ausbildung lernt er viel über Holzbau, Wegebau und Schifffahrt. Er kümmert sich um die Wasserstraßen in der Region, befreit sie von Ästen und Baumstämmen, setzt Wehre und Schleusen instand. „Jeder Tag ist anders - mal übe ich in der Holzwerkstatt, an anderen Tagen ziehe ich gleich morgens meine Schnittschutzkleidung an, um Bäume und Büsche aufzuarbeiten“, so Luca Lobzin. Besonders gern ist er draußen in der Natur und schwingt die Motorkettensäge.
Nach seiner dreijährigen Ausbildung will er in einem Auslandspraktikum weitere Erfahrungen sammeln und dann seinen Wasserbaumeister machen.
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Lehrstellenradar des Deutschen Handwerkskammertag
Das Lehrstellenradar zeigt freie Ausbildungsplätze im Handwerk - auch in Mecklenburg-Vorpommern. Gesucht wird über Postleitzahlen. Das Lehrstellenradar gibt es auch als App.
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Lehrstellenbörse der Industrie- und Handelskammer
Die Lehrstellenbörse der Industrie- und Handelskammern liefert den passenden Ausbildungsplatz, zeigt duale Studiengänge und kombinierte Aus- und Weiterbildungen